YOUTH CLIMATE ACTION DAY 2020

Wetterextreme und Katastrophenmeldungen machen es deutlich: Der Klimawandel nimmt auf dramatische Weise Fahrt auf. Gleichzeitig bringt die Sorge um das Klima auf der ganzen Welt Menschen auf die Straße oder im digitalen Raum zusammen. Du findest, Klimaschutz geht uns alle etwas an?

 

Mach mit am 05. Dezember 2020 beim Youth Climate Action Day!

 

Denn globale Herausforderungen wie der Klimawandel verschwinden mit der Coronavirus-Krise nicht. Gerade jetzt ist die Weichenstellung für mehr Klimaschutz wichtig – und damit der Einsatz von uns allen.

Wie du mitmachen kannst?

Sei beim online Aktionstag dabei! In Workshops und Diskussionen kannst du globale Perspektiven auf Umweltthemen kennenlernen und dich über Aktionsformen für mehr Klimagerechtigkeit austauschen.

Und / Oder

Starte am 5. Dezember deine eigene Aktion und vernetze dich mit jungen Menschen weltweit!

AKTIONEN BEIM YOUTH CLIMATE ACTION DAY 2019/20

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Hier kann auch deine geplante Aktion stehen! Kontaktiere dafür das Aktionsteam. Wir stellen deine Aktion ein und freuen uns über Austausch.

Aktionstag online

Wann: Samstag, 05. Dezember 2020, von 10:00 bis 15:00 | Wo: online
Wer: Eingeladen sind Jugendliche und junge Erwachsene

 

Programm Online-Event:

10:00 Einführung und Kennenlernen

10:45 Impuls Jakob Nehls: Die Klimakrise ist eine Menschenrechtskrise – aber anders als du denkst. Jakob Nehls hat Geographie und Politik studiert und ist seit vielen Jahren in der Menschenrechtsbewegung aktiv. Bei Amnesty International vertrat er als Jugendvertreter die Menschenrechtsinteressen der jungen Generation. 2019 schrieb er mit sieben anderen Aktivisten den Bestseller „Ihr habt keinen Plan, darum machen wir einen“, das in den Medien als Manifest der jungen Generation rezipiert wurde.

11:20 Parallele Workshops Klimagerechtigkeit

  • Klimagerechte Ernährung (Jörg Lüling, Solidarische Landwirtschaft Dortmund): Als Appetizer gibt es bunte Variationen aus leckeren Klimakillern in einer Soße aus globalen Verflechtungen. Im Hauptgang wird die solidarische Alternative in bodenständiger Lösung serviert. Es gibt den 4-jahreszeiten Klassiker „Solawi Deluxe“  mit einer großen Portion „regenerative Landwirtschaft“. Dazu einen Salat aus „Urbaner Gemeinschaft“ mit dem politischen Dressing „Ernährungsrat“. Danach tauschen wir Rezepte über alltagstaugliche „CO2 Verminderer“ aus bis wir platzen.
  • Chat der Welten: Unsere Chatpartnerin Gina Paula Dagua (Sprecherin der Nasa-Ethnie in Kolumbien) wird über ihre eigenen Erfahrungen bei der Verteidigung ihres Lebensgebiets im Amazonas sprechen. Die Referentinnen aus dem Programm Chat der Welten, Jana Stumpp und Amanda Luna Tacunan, werden ihre Perspektiven zu verschiedenen Aktionen aufzeigen und über die Folgen des Klimawandels für Menschenrechte sowie Handlungsspielräume in Deutschland berichten.
  • Klimawandel aus rassismuskritischer Perspektive (Carina Plenzdorf, BUNDjugend NRW, Christina Biere, Evangelische Kirche von Westfalen): Die Klimakrise ist endlich als Thema in der Gesellschaft angekommen. Wir blicken dabei vor allem auf unseren Lebensstil und unser Wirtschaftssystem. Wie aber sieht eine rassismuskritische Perspektive auf den Klimawandel aus? Wer ist betroffen und wer profitiert?  Inwiefern hängen Rassismus, Privilegien und Kolonialgeschichte Europas mit dem Klimawandel zusammen?
  • Youtopia Zukunftswerkstatt (Simon Grobe): Gemeinsam suchen wir nach utopischen Lösungen für Nachhaltigkeits-Baustellen in unserem direkten Umfeld. Alles ist möglich, um Alternativen zu einem fossilen Lebensstil zu finden. Du brauchst kein Vorwissen für den Workshop, die Baustellen und deren Lösung finden wir kreativ. Anschließend wählen wir die umsetzbarsten Lösungen aus und gehen die ersten Planungsschritte in unser Utopia.
  • Klimakrise, Menschenrechte und politisches Handeln (Jakob Nehls): Aufbauend auf den Impulsvortrag beschäftigen wir uns im ersten Teil des Workshops mit den Menschenrechten. Wir fragen uns, welche Rechte es gibt und was sie so besonders macht. Wir ergründen außerdem, in welcher Art und Weise die Klimakrise Menschenrechte betrifft. Im Zweiten Teil entwickeln wir, auch aufbauend aus den Gedanken aus „Ihr habt keinen Plan“, Ideen, wie wir aktiv werden können. Insbesondere wollen wir darüber nachdenken, was „politisches Handeln“ bedeutet.
  • Burning Stories – Schreib- und Erzählworkshop (Ari Nadkarni): Stell Dir vor: Pooh der Bär wird als Schnitzel im Feinschmecker-Restaurant serviert. Arielle die Meerjungfrau erstickt am Plastikmüll,der im Wasser treibt. Und Mogli und Balu suchen verzweifelt nach Essen, doch ihr Dschungel ist gerodet worden. Viele Geschichten, die wir als Kinder oder Jugendliche geliebt haben, erzählen von den Beziehungen von Menschen zu Tieren, Fabelwesenoder der Natur. Die wenigsten erwähnen dabei den verheerenden Schaden, den Menschen der Natur zufügen. Im Workshop Burning Stories wollen wir diese Lücke stopfen. Was wäre, wenn die*der Held*in Deiner Kindheit mit der Klimakatastrophe konfrontiert wäre? Wir schreiben diese Geschichte!
  • Upcycling (Thomas Zigahn, Tanz auf Ruinen): Aus Abfall und verschlissenen Alltagsgegenständen werden Accessoires und Schmuck hergestellt. Außerdem gibt es spannendes Hintergrundwissen zu Müllvermeidung, Ressourcenschutz und nachhaltigem Handeln. Dabeisein lohnt sich also auch, wenn ihr nicht alle benötigten Gegenstände zuhause habt. Benötigte Materialien für Tetramonnaie und Kronkorken-Schlüsselanhänger: *Schere oder Cutter, *Schneideunterlage, *1 Tetrapack, *2 Kronkorken (nicht verbogen), *1 Stück Kabel, *1 Weinkorken, *1 Stück Fahrradschlauch (gerne kaputt)
  • Postwachstumsökonomien (Karina Lange): Degrowth, Postwachstum, Solidarische Ökonomie, Commons sind für viele Menschen längst keine Fremdwörter mehr, doch was genau steckt eigentlich hinter den verschiedenen Ansätzen? Und wie kam es überhaupt zu dem grenzenlosen Wachstum? Gibt es schon praktische Umsetzungen für eine Wirtschaft ohne Wachstum? – Der Workshop gibt einen kleinen Exkurs in Wachstumskritik und einen Überblick über verschiedene Strömungen in der Degrowth Bewegung sowie eine feministische Perspektive auf das Thema.

13:00 Mittagspause

13:45 Austausch in Kleingruppen

14:00 gemeinsame Aktion

14:30 Abschluss

 

Bist du dabei?






Eigene Aktion starten

Jede*r kann mit einer eigenen Aktion mitmachen! Beim Youth Climate Action Day sind junge Menschen aus aller Welt dabei. Sie pflanzen Bäume, setzen sich für mehr Radverkehr in ihrer Stadt ein, organisieren Tauschpartys, DIY Workshops, Diskussionsrunden und vieles mehr.

EIGENE IDEE UMSETZEN

Ob allein oder mit anderen – entwickel(t) eine eigene Idee für eine Aktion zum Jugendklimaaktionstag. Bitte beachte dabei die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. Damit sich in Zeiten der Corona-Pandemie niemand gefährdet, wir aber trotzdem ein gemeinsames Zeichen für den Klimaschutz setzen können. Wir freuen uns, wenn du uns an info@climateactionday.org oder www.facebook.com/climateactionday kurz berichtest, was du vorhast. Gern unterstützen wir dich, wenn du Fragen hast.

ZEIGE DEINE AKTION

Poste am 05. Dezember 2020 Bilder, kleine Berichte, Videos, Audios auf Facebook, Instagram, Twitter, oder schicke uns diese Informationen, damit wir sie teilen können.

Vielleicht bist du bereits klima-aktiv? Fährst du den Schulweg nur noch mit dem Fahrrad? Oder diskutierst mit deinen Eltern die nächste Flugreise vom Tisch? Teile mit anderen auf Social Media, wie du dich für das Klima einsetzt! So trägst du am Climate Action Day zu einer Ideenwolke voller kleiner und großer Impulse für den Klimaschutz bei.

VERNETZT EUCH

#climateactionday | www.facebook.com/climateactionday
Vernetz dich weltweit! Hol dir neue Ideen! Lass andere wissen, was du für das Klima tust!

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Aktionsidee

Seedbombs herstellen

Seedbombs/Samenbomben sind kleine Kügelchen aus Ton, Erde oder Kompost und Samen. Sie lassen sich gut verwenden um schwer zugängliche Orte zu bepflanzen. Über Zäune geworfen oder in kleine Ritzen im Asphalt gelegt fangen sie bald an zu sprießen.

Rezeptur

  1. 5 Teile rote Tonerde mit 3 Teilen Erde oder Kompost und einem Teil Samen mischen.
  2. Einen Teil Wasser hinzufügen und zu kleinen Kügelchen formen.
  3. Ein bis zwei Tage trocknen lassen.

Samen im Winter

Bunt und günstig ist eine Mischung aus Primeln und Stiefmütterchen. Bei den winterharten (mehrjährigen) Blumen sind Bergenien gut. Die heimische Schneerose (Helleborus) und deren Hybridformen blühen im Winter in einer reichen Farbpalette – von weiß bis rosa und dunkelrot. Von den Zwiebelgewächsen kann man Schneeglöckchen, Frühlingsknotenblumen, Zwergiris oder Krokus nehmen.

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Aktionsidee

Fahrraddemo

Das Auto gehört zu den größten Verursachern von Treibhausgasen. Und dennoch scheint ihm die Straße zu gehören. Setzt euch mit einer bunten, lauten Fahrradtour für eine bessere Verkehrspolitik ein und macht deutlich, dass in der Stadt der Zukunft der Umweltverbund Vorfahrt hat – also Öffentlicher Nahverkehr, Fußgänger*innen und Radler*innen. Plant die Route so, dass sie in gemütlichem Tempo in weniger als einer Stunde abzufahren ist.
Eure Tour sollte Euch sowohl zu Stellen führen, die für Radfahrer*innen besonders gefährlich sind um darauf aufmerksam zu machen. Aber auch besonders schöne Rad-Orte könnt Ihr besuchen. Wenn Ihr ein Lastenrad ausleihen könnt, bspw. vom ADFC, könnt ihr eine Musikanlage darauf installieren.
Ladet rechtzeitig zu Eurer Radtour ein und sagt klar, worum es Euch geht: klimafreundliche und gesunde Mobilität! Ladet auch die Ratsmitglieder aus Eurer Stadt oder Gemeinde und die lokale Presse ein.

Achtung: Eine Demo muss man vorher bei der Polizei oder beim Ordnungsamt anmelden. Ihr braucht für die Anmeldung eine Person über 18 Jahre, die auch bei der Aktion selbst anwesend ist.
Und das Klingeln nicht vergessen!

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Aktionsidee

Ökologischer Fußabdruck

Wie groß ist der eigene ökologische Fußabdruck? Das lässt sich schnell herausfinden, z.B. auf dieser Seite: https://www.fussabdruck.de/fussabdrucktest/#/start/index/. Dieser Test kann dich zu einem bewussteren Konsum anregen und dein jetziges Verhalten evaluieren. Was könnten 5 Ziele für deine nachhaltigere Zukunft sein? Teile deine Ziele mit anderen.

Worum geht’s beim Youth Climate Action Day?

Der Klimawandel hat bereits heute starke Auswirkungen. Laut dem Norwegian Refugee Council fliehen dreimal mehr Menschen aufgrund extremer Umweltereignisse aus ihrer Heimat, als wegen Krieg oder ziviler Konflikte. Obwohl sie nur minimal zum CO2-Ausstoß beigetragen haben, sind die Länder des Globalen Südens besonders vom Klimawandel betroffen. Zudem verfügen sie häufig nicht über die nötigen Mittel für Schutzmaßnahmen und Anpassungskosten. Klimagerechtigkeit bedeutet, dass Länder, die die Hauptverantwortung an der Erderwärmung tragen, global für die Folgen und die Begrenzung des Klimawandels einstehen müssen. Klimagerechtigkeit umfasst zudem auch Generationengerechtigkeit und eine Verantwortung für die Umwelt: Statt nachfolgenden Generationen mindestens gleich gute Umweltbedingungen zu hinterlassen, führt der heutige CO2-intensive Lebensstil dazu, dass zukünftige Generationen die nur schwer kalkulierbaren Folgen des Klimawandels bewältigen müssen.

Der Youth Climate Action Day ist eine weltweite Bewegung junger Menschen, denen Klimawandel und globale Ungerechtigkeit nicht egal sind. Seit 2012 setzen sich junge Menschen in mehreren Ländern der Welt rund um das Datum der UN-Klimakonferenz mit konkreten Aktionen für das Klima und für Klimagerechtigkeit ein. Sie zeigen Handlungsmöglichkeiten auf und lernen voneinander. Die vielen Ideen und Aktionen werden über Social Media verbreitet und werden in der Climate Action Day Weltkarte ersichtlich.

Die jährlichen UN-Klimakonferenzen sind ein Versuch, Antworten auf den Klimawandel zu finden und die Erderwärmung zu begrenzen. Auch wenn die diesjährige UN-Klimakonferenz aufgrund der Corona-Krise verschoben wurde: Der Klimaschutz bleibt als eine der drängendsten globalen Herausforderungen bestehen. Politische Maßnahmen müssen sich an den Prinzipen ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit, Zukunftsverträglichkeit und Anpassungsfähigkeit orientieren. Auch wir können etwas tun. Und gleichzeitig den Politikern zeigen, was uns wichtig ist.

Kontakt

Organisationsteam des Youth Climate Action Day:
Amt für MÖWe der Evangelischen Kirche von Westfalen
Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen
Vereinte Evangelische Mission
Eine-Welt-Netz NRW – Open Globe
BUNDjugend NRW
Muslimisches Jugendwerk e.V.
Landesjugendwerk der AWO NRW
Solidarische Landwirtschaft Dortmund e.V.

www.facebook.com/climateactionday
www.climateactionday.org

Für Fragen und zum “Anmelden” eurer Aktion beim Orgateam meldet Euch bei:

Johanna Schäfer
Bildungsreferentin im Bereich Brot für die Welt
Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe)
Olpe 35 // 44135 Dortmund // Telefon: 0231 5409-76
info@climateactionday.org

oder

Svenja Bloom
Promotorin für Junges Engagement
Eine Welt Netz NRW e.V.
Achtermannstr. 10-12 // 48143 Münster // Telefon: 0251-284669-42 // Mobil: 01785863382
info@climateactionday.org

Headergrafik: Bildnachweis: tsew.de / Motiv von Victoria Kurpas, Shutterstock.com

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